Wann besteht Testierunfähigkeit ?

An den Beweis einer Testierunfähigkeit stellen die Gerichte regelmäßig sehr strenge Anforderungen.

Wer behauptet, ein Erblasser sei bei der Abfassung seines Testaments testierunfähig gewesen, muss dies zur Überzeugung des Gerichts beweisen. Insbesondere kann aus der Tatsache, dass eine Betreuung angeordnet war, nicht aus eine Testierunfähigkeit geschlossen werden, da die Notwendigkeit der Betreuung auch auf andere, z.B. körperliche, Defizite zurückzuführen sein kann, auch eine psychische Einschränkung begründet allein noch keine Vermutung der Testierunfähigkeit. Vielmehr muss nachgewiesen sein, dass der Erblasser bei Abfassung des Testaments nicht in der Lage war, selbständig und aus eigener Kraft seinen Willen zu bilden.

Hierauf hat das AG Neuss in einem Beschluss vom 12.04.2017 (132 VI 46/16) hingewiesen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: